Schon bei meinem sehr positiv und angenehm verlaufenen Interview mit unserem COO kamen wir sehr zügig auf das Thema Sport und vor allem Laufen zu sprechen. Er war durchaus beeindruckt davon, dass ich bereits mehr als 50 offizielle Marathonläufe und Ultras absolviert habe. Noch mehr beeindruckte ihn allerdings mein Vorhaben, im nächsten Jahr noch einmal einen 100 KM Lauf anzugehen.
Das alles hatte ich 5 Monate später schon fast vergessen. Vor ein paar Tagen besuchte er uns im Shop am Flughafen. Nach dem wir uns über die geschäftlichen Abläufe und Vorgänge ausgetauscht hatten, fragte er mich unvermittelt und ausführlich nach dem Stand meines Trainings und meiner bisherigen Vorbereitung.
Dies ging mir heute früh durch den Kopf, als ich gedanklich schon dabei war, die heutige Trainingseinheit von geplant 15 KM auf 10 und dann auf 5 zu kürzen. Nee, ein scheitern ist keine Option. Es gilt, keine Zeit zu verlieren und zu verschwenden.
Ich lief um 7.30 Uhr locker los und wählte eine meiner Hausstrecken mit einer Gesamtdistanz von 16 KM, die ich in 8er Pace absolvieren wollte.
Knapp 12 Grad, bewölkt, etwas diesig und ein leichter Wind. Angenehme Laufbedingungen. Ich lief relativ gleichmäßig und fast schon für meine derzeitige Verfassung leichtfüßig. Die ersten 6 KM tatsächlich im angedachten 8er Pace. Da ich mich weiterhin gut fühlte, zog ich das Tempo langsam an. Nach 10 KM lag die durchschnittliche Pace bereits bei 7.45 Minuten pro Kilometer und es ging mir immer noch gut. Also noch etwas flotter, immer zwischen 6.50 und 7.10 Minuten pro KM. Letztlich schaffte ich die 16 KM in 2 Stunden, also in einer 7.30er Pace. Viel wichtiger aber, dass ich mich nach dem Lauf so fühlte, als hätte ich noch 5 KM weiter laufen können.
Es ist immer gut, von jemanden an seine Ziele erinnert zu werden.